Auftrag und Wirken

Die Kulturlandschaft Oberhessen ist bis heute von einem Reichtum geprägt, der ihre frühere Aufteilung in eine Vielzahl kleiner Herrschaften und ihre landschaftliche und wirtschaftliche Vielfalt in Geschichte und Gegenwart widerspiegelt. Der Orgelbau trägt seit einem halben Jahrtausend zu diesem Reichtum bei. Repräsentative Instrumente entstanden zunächst in den Städten, Klöstern und Herrschaftssitzen, ab dem 19. Jahrhundert aber auch in Orten von besonderer wirtschaftlicher Stärke. Ein wertvolles Erbe stellen in Oberhessen aber auch die kleineren Orgeln dar.

Die Orgeln sind ein wesentliches Element der Kulturlandschaft, und sie tragen zur Prägung ihres besonderen Charakters bei. Sie leisten ihren Beitrag zum kulturellen Leben ihrer Region als klingende Zeugen der Vergangenheit und als lebendige Musikinstrumente der Gegenwart, die in Gottesdiensten und bei anderen festlichen Anlässen und Feiern erklingen.

Der im Jahr 2024 in Gießen gegründete Verein zur Förderung der Orgelmusik in Oberhessen e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, zur Bewahrung und Pflege der Orgeln in Oberhessen beizutragen, indem er Aktivitäten und Veranstaltungen fördert, die einer lebendigen Musizierpraxis mit den Orgeln der Region dienen. Dazu gehört zunächst die Weiterführung der im Jahr 2015 auf private Inititative gegründeten Konzertreihe Oberhessischer Orgelsommer. In der Zukunft sind darüber hinaus die Durchführung und Förderung weiterer Aktivitäten vorgesehen, wie z. B. Orgelführungen, Tagungen, Veröffentlichungen und Beiträge zur Kulturvermittlung v. a. auch für Kinder und Jugendliche.

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